Jetzt ist es also passiert: Fast 14 Prozent der Wahlberechtigten in Bayern haben die Forderung nach einem totalen Rauchverbot unterschrieben und damit den Weg für einen Volksentscheid freigemacht. Es sei denn, eine Mehrheit im Bayerischen Landtag spricht sich für den Gesetzentwurf der Nichtraucher-Initiative aus. Die Landesregierung ist jedenfalls nicht gewillt, erneut ein verschärftes Rauchverbot kampflos einzuführen. Nach Ansicht von FDP-Landesvize Andreas Fischer schafft das bestehende Gesetz den Ausgleich zwischen den unterschiedlichen Interessen der Gesellschaft. Zugleich warnte er vor einer gesellschaftlichen Spaltung, die ein totales Rauchverbot mit sich bringen würde: "Ein solches Totalverbot wäre ein weiterer Schritt in einen Verbotsstaat, den wir als Freie Demokraten ablehnen." Auch der Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur ist mehr als enttäuscht vom Ausgang des Volksbegehrens. "Jetzt droht eine Spaltung der Gesellschaft", sagte der Vereinsvorsitzende Franz Bergmüller und fügte hinzu: "Man wird ja schon als Aussätziger angesehen, wenn man sich eine Zigarette anzündet."
Die Opposition aus SPD und Grünen und die ÖDP, die das Volksbegehren veranlasst haben jubeln jetzt natürlich. Im Sommer 2010 soll der Volksentscheid stattfinden.
Da kann man nur hoffen, dass sich die Raucher im Freistaat mobilisieren und diesen Unsinn nicht zulassen.